Als Platz #1 für die Grünen in den Gerolsteiner Stadtrat

Als Platz #1 für die Grünen in den Gerolsteiner Stadtrat

Platz 1 auf der Grünen Liste für den Stadtrat Gerolstein. Erstmal ein großes DANKE an meine Parteikollegen für dieses Vertrauen. Auf dem Wahlzettel werde ich also (zumindest in der Stadt Gerolstein) ganz oben stehen. Unglaublich.

Für Gerolstein habe ich viele Ideen. Die Stadt befindet sich meiner Meinung nach schon viel zu lange in einer Identitätskrise mit ständiger „Selbstfindungsphase„. Was versucht die Stadt zu sein? Was wollen wir Gerolsteiner sein? Sind wir der typische ländliche, ruhige Raum? Nein, mit einem weltbekannten Namen wie „Gerolstein(er)“ sicher nicht. Wir sollten uns viel mehr auf unseren Kern konzentrieren: Wasser. Unzählige „Drees“ und Quellen bringen uns regelmäßig mit unserem Alleinstellungsmerkmal in Kontakt. Lasst uns doch endlich auch davon profitieren und entsprechend sichtbar machen. Gerolstein ist eine Perle der Natur. Die Menschen kommen hierher, weil sie den Namen kennen, aber wenn sie ankommen, sehen sie von diesem „Weltruhm“ leider nicht allzu viel. Wo sehen wir die Verbindung zu dem Wasser, das uns schon seit Generationen begleitet? Sicher, es gibt den Wasserpark, es gibt die Helenenquelle, aber sind das wirklich außergewöhnliche Alleinstellungsmerkmale. Würden Menschen hierfür eine lange Reise bis nach Gerolstein auf sich nehmen?

Was mich am meisten stört, ist die Ausrede „Dafür haben wir kein Geld„. Sicher ist Gerolstein keine sanierte Stadt, aber Geld sollte keine Ausrede sein. Wie hieß es doch immer so schön: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“. Es gibt heute unzählige Fördermöglichkeiten, man muss nur kreativ sein bei der Suche danach und vielleicht auch mal etwas wagen.

Um wieder zum Anfang meines Textes zurückzukommen: Wasser könnte die Lösung sein. Das Thema richtig in den Fokus rücken und so den Tourismus stärken. Tourismus bringt Geld und Entwicklung:

  • Wo Tourismus ist, sind die Restaurants immer gut besucht.
  • Wo Tourismus ist, gibt es Geschäfte, die Souvenirs anbieten.
  • Wo Tourismus ist, gibt es Freizeitaktivitäten für Jung und Alt.

Viele Fliegen mit einer Klappe. Und auch die Innenstadt würde sich so auf kurz oder lang wie von selbst „regenerieren“.

Ich habe leider oft das Gefühl, dass Politik hier immer noch nach dem Motto gemacht wird: „Für die Eifel ist es gut genug„. Damit muss Schluss sein. Aufhören mit ständigem Hinterherhinken. Endlich Innovation zeigen und einfach mal neue Ideen und Ansätze ausprobieren. Projekte starten, für die andere Städte uns beneiden oder uns nachmachen wollen. Das ist es, was Gerolstein braucht. Das sollte die Devise von jedem neu gestarteten Projekt sein. Nicht Größenwahn sollte hierbei ins Licht gerückt werden, sondern vielmehr die Grundlage: Wenn man etwas macht, dann mit vollem Herzblut. Die Flickschusterei muss endlich aufhören. Vor allem aber braucht Gerolstein zentrale, definierte Alleinstellungsmerkmale.

Sauberkeit wäre ein Anfang, um Gerolstein auch medial wieder in ein besseres Licht zu rücken. Mehr gegen „Littering“ und wilde Vermüllung (Zigarettenkippen) unternehmen. Ästhetik und Anpassung an die Zeit (Rondell?). Vor allem sollten wir nicht immer nur neu bauen und das Alte einfach verkommen lassen. Für Neubauten wie einen Wasserpark und einen ZOB ist Geld da, aber für eine ewig bestehende Verkehrsverbindung wie die Eselsbrücke nicht? Auch das Rondell hat schon bessere Zeiten gesehen. Die Stadt sollte mehr Wert darauf legen, ihren Bestand in einem guten Zustand zu halten, damit die Bevölkerung auch lange Freude daran hat.

Auch im Bereich Barrierefreiheit hat Gerolstein bei bestehender Infrastruktur Nachholbedarf: Blindenleitsysteme, flache Bordsteine, etc. sucht man noch vergeblich.

Jugendpolitik ist ein weiterer wichtiger Punkt, mit dem ich mich als Vorsitzender der Jugendvertretung der VG ja auch schon des längeren beschäftige. Angsträume wie das Rondelltreppenhaus könnten evtl. durch Jugendliche beseitigt oder verkleinert werden. Ein Kunstprojekt könnte die Lösung sein. Jugendlichen, die das Treppenhaus gemeinsam mit Fachkundigen künstlerisch und standortthematisch gestalten dürfen. Dies wäre eine extreme Aufwertung des eher runtergekommenen Rondellaufgangs. Generell fände ich eine kontrollierte künstlerische Gestaltung unserer öffentlichen Flächen mit und durch Jugendliche eine schöne Abwechslung.

Zentral möchte ich außerdem:

  • Sauberkeit und Ordnung in der Stadt.
  • Ein blühendes und ästhetisches Stadtbild.
  • Mehr Vielfalt im Bereich Mobilität:
    • Eine Stadtbuslinie für diejenigen, die nicht mit dem Auto von A nach B kommen können (Senioren, Kinder, Jugendliche).
    • Fahrradinfrastruktur wie Radwege, um (e-)Bikes für die Alltagsmobilität zu etablieren und den Tourismus zu stärken.
    • Fußgänger sollen sich sicherer fühlen durch unter anderem neue Zebrastreifen.
  • Der Bahnhof (+ Busbahnhof) als Eingangstor zur Stadt:
    • Sauberkeit und der „neue Flair“ sollen erhalten bleiben.

Das gesamte Programm von unserer Grünen Stadtratsliste findest du HIER.

Schlusswort

Was wir am Ende wirklich erreichen werden? Ich weiß es nicht, ich war ja noch nie im Stadtrat Gerolstein. Ich hoffe auf möglichst viel Gutes für Gerolstein und uns alle. Meiner Meinung nach ist vor allem wichtig, dass überhaupt etwas passiert. Gerolstein muss vorankommen und hier ist jede Idee zunächst einmal eine gute. Über die Details kann man dann ja diskutieren.

Demokratie braucht uns alle, Demokratie erlaubt jedem von uns, etwas zu verändern. Daher mache von deinem Recht und meiner Meinung nach sogar deiner Pflicht Gebrauch, deine Heimat mitzugestalten, indem du am 9. Juni zur Wahl gehst. Wenn du dein Kreuz dann auch noch bei mir oder sogar komplett bei Bündnis90 / Die Grünen setzt, freut es mich umso mehr.
Gemeinsam können wir etwas verändern!

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2 Kommentare

  1. Avatar von Gisela Rau
    Gisela Rau

    Hallo Benjy,

    Genau das mit dem Wasser haben wir bei uns zuhause auch schon oft besprochen. Jeder kennt Gerolsteiner, aber wenn man hinkommt, ist davon nicht viel zu sehen und in der Gastronomie gibt’s Perrier & Tönissteiner. Das kann doch nicht sein. Es müsste Wasserverkostungen geben, mehr öffentliche Brunnen mit entsprechender Erklärung, ein Mineralwassermuseum vielleicht? Es ist total unverständlich, warum die Stadt aus dieser Steilvorlage nichts macht. Dir herzlich viel Erfolg!

  2. Seit dem Devon vor 380 mio. Jahren hat Gerolstein eine magische Landschaft und einen irren Natur-Reichtum. Den haben schon die Neandertaler erkannt. Dann die Kelten, die Römer, die Franken, bis zu den Preußen. Sogar der Kaiser kam vorbei. Prachtbauten, 3 Burgen, blühende Industrie, große Stadt-Feste.
    Und dann kamen Bitburger. Und bitter wurde es.

    Bitburger kaufte GEROLSTEINER vor 40 Jahren. Wie immer schon so fließt immer weiter das Mineralwasser gratis aus unser aller Erde in die Flaschen. Dass schafft zwar viel Arbeit. Doch die Gewinne fließen alle ab. Bitburg schmückt sich so. Mit einer Giga-Bier-Erlebniswelt und Kultur-Häusern mit schicken Ausstellungen und Kongressen.
    Für Gerolstein soll eine riesige Betonplatte ausreichen. Und im fernen Industriegebiet inzwischen tosenden Abfüllanlagen ein Besucher-Zentrum mit Video-Projektion.

    Das Gerolsteiner Krankenhaus musste schließen. Vornehmlich um den Bedarf an Patienten, Abteilungen und Personal in Bitburg zu decken.
    Für Gerolstein soll die Psychatrie ausreichen. (Vielleicht ist das sogar passend..??)

    Gerolsteins einzige überörtliche Behörde leitet ein Bitburger. Das Straßen-Bauamt (LBM) komplettiert das Desaster.
    Aus Angst es könnte nach Drohungen tatsächlich ausziehen in die Ferne (Prüm), rasierte mal eben der hoffentlich allerletzte CDU-Stadtbürgermeister, Bongartz, das Juwel von Industrie-Gründerzeit-Architektur, OOS, um einen Deal eines neuen LBM-Standorts in Fertigbauweise einzufädeln.
    Wegen Kompetenz-Losigkeit der gesamten Truppe verblieben für 5 Jahre einzig mehrere Trümmerhaufen.
    Derart weiter möchte Herr Endres mit seinem LBM im Talgrund von Deutschlands Brunnenstadt verbreiten. Es soll ein endloses Band von Beton & Asphalt die Stadt endlich in 2 Hälften Teilen. Eine intakte Hochbrücke soll weg, eine neue Autobahn-ähnliche Brücke soll her mit gigantischen, obendrein unsicheren Kreisverkehren.
    Bis zu seiner Rente soll Gerolstein geteert und gefedert sein.

    Wann beginnt wer und was diesen Leuten endlich Paroli zu bieten??

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